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Schon 1904 platzt das großzügig geplante Baier & Schneider Gebäude in der Wollhausstraße aus allen Nähten. Innerhalb von nur 96 Tagen zimmern 50 Bauarbeiter den Rohbau für den "Neuen Bau".
Das moderne Firmengebäude - 16 Meter breit, 75 Meter lang und mit den Kellern 7 Stockwerke hoch - wird mit Jugendstil-Elementen ausgestattet. 1906 führt Wilhelm Hagenmeyer die erste Preisliste in der Geschichte des Unternehmens ein, als Folge der Modernisierung des Kalkulationswesens. Das Ende der Inflation 1925 wurde zur Konsolidierung des Bestehenden genutzt, sodass die Firma Baier & Schneider mit Beginn der Weltwirtschaftskrise wieder auf festen Füßen steht.

   Dr. Ing. Richard Schneider, der Sohn des Firmengründers Andreas Schneider, legt den Grundstein für die moderne Maschinenausstattung in der Fertigung. Mit den Elektromotoren, die es erlauben, einzelne Maschinen in einer beliebigen Reihenfolge aufzustellen, hält Anfang der 30er Jahre die Idee Einzug, dass man die Fertigungsschritte sinnvoll verketten sollte. Fast 500 Mitarbeiter sind im Unternehmen kurz vor dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt. Am 4. Dezember 1944 fällt das gesamte Unternehmen mit dem Rest der Heilbronner Innenstadt den Bomben zum Opfer und wird völlig zerstört.

1877 – 1903
Der Brunnen im Heilbronner Kirchhöfle
  
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