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Eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen ist die Konzentration. Das bedeutet, dass ein Kind seine Aufmerksamkeit gezielt über einen längeren Zeitraum auf eine Aufgabe richtet. Wie ausgeprägt diese Fähigkeit Ihres Kindes ist, erkennen Sie am besten, wenn es sich sitzend mit etwas beschäftigt, was ihm Spaß macht. Bleibt es bei einem Spiel oder beim Vorlesen ohne Probleme länger ruhig (in den ersten beiden Klassen 30 Minuten, in den höheren Klassen 45 Minuten), ist die Fähigkeit entwickelt. Viele Kinder haben damit vor allem dann Schwierigkeiten, wenn diese Konzentration vorher noch nie von ihnen verlangt wurde, z.B. beim Vorlesen, beim Basteln, beim Beobachten von Tieren oder Experimenten. Konzentration kann man lernen, zu Hause besser als in der Schule.


1. Ablenkung abschalten


Alle Störungen müssen beseitigt werden – keine Musik, keine Hörspielkassette am Arbeitsplatz. Falls draußen gebaut wird, muss fürs Lernen auch das Fenster geschlossen werden. Doch nicht nur Lärm stört, auch ein Durcheinander auf der Arbeitsfläche. Also: Alles wegräumen, nur das benötigte Material (Schulbuch, Heft, Stift) auf den Tisch legen.  

2. Gedanken sammeln.


Sind die Störungen beseitigt, müssen die Gedanken gesammelt werden. Manche Kinder können das gut, wenn der Lernstoff sie interessiert. Andere benötigen vorher eine Hilfe. Das kann ein Spiel wie Tangram sein, bei dem mit Plättchen ein Bild nachgelegt werden muss. Bewährt haben sich auch Mandalas oder andere Bilder zum Ausmalen. Dabei müssen die Kinder angehalten werden, nur auf das Spiel oder Bild zu schauen und nicht mit dem Blick abzuschweifen. Wenn das Spiel oder Bild abgeschlossen ist, muss sofort zur Aufgabe übergegangen werden. Auch jetzt muss der Blick auf den Unterlagen liegen und darf nicht im Zimmer umherwandern.  

3. Lösung finden.


Die Aufgabe sollte ganz gelesen werden. Stellen, die nicht verstanden werden, einfach markieren, damit die Gedanken hier nicht schon verloren gehen. Erst später werden die problematischen Stellen noch einmal gelesen, und es wird darüber nachgedacht, wie die Aufgabe zu lösen ist. Sobald der Inhalt der Aufgabe erkannt wurde, wird mit der Lösung begonnen – eine Pause als Belohnung gibt es erst, wenn die Aufgabe erledigt ist. Erst wenn das Kind wirklich nicht mehr alleine weiterkommt, kann es Fragen stellen – denn jede Unterbrechung stört die Konzentration.  

Nützliches zur Konzentrationsförderung

 

Tangram: (in unterschiedlichen Aufmachungen erhältlich, u.a. als Ravensburger Spiel und als Buch) – Wichtig: immer nur eine Figur legen lassen! 

Mandala: (ebenfalls in jeder Buchhandlung, z.T. sogar im Schreibwarenhandel erhältlich) – Wichtig: immer nur ein Mandala ausmalen!






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