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Lernen in der Schule heißt im Wesentlichen, Informationen im Kopf speichern und dort wieder finden. Das unterscheidet den Großteil des schulischen Lernens von Fertigkeiten wie Fahrrad fahren, Seil springen etc. Hier reicht ständige Übung aus, um die Leistung zu verbessern.

Mit Lernkartei gegen Langeweile

Auch beim Lernen von Schulstoff muss dieser oft wiederholt werden. Aber irgendwann ist die Vokabel so gut abgespeichert, dass selbst zig weitere Wiederholungen nicht dazu führen, dass sie schneller abgerufen wird. Im Gegenteil, Langeweile und Überdruss beim übertriebenen Abrufen von Vokabeln, Formeln etc. können irgendwann dazu führen, dass der Stoff mit unangenehmen Gefühlen verbunden wird und vergessen wird. Für das Trainieren von Wissen gilt also: alles mit Maß. Es empfiehlt sich hier aus diesem Grund die Lernkartei (Abb. AOL Lernkartei, wenn die Twinbox noch nicht aufgenommen wird), sie verfügt über eine bestimmte Anzahl von Fächern, in der Regel fünf. Die zu lernenden Wörter, Vokabeln, Formeln wandern durch Abfragen von Fach zu Fach. Dabei gilt allerdings: Nicht alle Fächer an einem Tag abarbeiten.

Zwei Tage bis zum Erfolg


Leiten Sie Ihr Kind an, schrittweise vorzugehen: Am ersten Tag wird das Lernwort auf eine Karteikarte geschrieben (bei Vokabeln die eine Sprache auf die Vorderseite, die andere auf der Rückseite) und in das erste Karteifach getan. Danach werden die restlichen Hausaufgaben erledigt. Ganz am Schluss werden die Karten im ersten Fach noch einmal geübt. Wörter oder Vokabeln, die beherrscht werden, wandern ins zweite Fach. Die anderen bleiben im ersten. Am zweiten Tag, werden die Karten im ersten und zweiten Fach geübt – bei richtiger Lösung wandern sie ein Fach nach hinten, bei falscher ein Fach nach vorne. Wichtig: Alles in Maßen gilt auch bei der Menge der Kärtchen, die gelernt werden – in den ersten Klassen vielleicht 10, in den größeren Klassen maximal 30.

Die Landkarte des Wissens


Nun reicht es nicht aus, nur Vokabeln oder Formeln zu beherrschen oder schwierige Wörter richtig zu schreiben. Sie müssen auch angewandt werden. Das heißt: Jedes gelernte Wissen muss in Beziehung zu anderem Lernstoff oder auch vorhandenem Wissen gesetzt werden. Das macht der Kopf manchmal automatisch – dann, wenn uns ein Thema besonders interessiert. Ansonsten müssen wir nachhelfen und Brücken im Kopf bauen. Manchen Schülern gelingt diese Kopfakrobatik problemlos, andere müssen die Zusammenhänge aufschreiben, in Schaubilder umsetzen o.ä.
Eine Möglichkeit dazu bietet die so genannte Mindmap, das ist eine Art Landkarte für ein Wissensgebiet. Um einen neuen Lernstoff in Beziehung zu setzen zu dem, was Ihr Kind schon weiß, empfiehlt sich eine solche Landkarte.

Auf ein leeres Blatt wird in der Mitte das Thema geschrieben, das Ihr Kind gerade lernt, z.B. Pferde, und eingekreist. Im Abstand von ca. 10 cm schreibt es nun um das Wort herum, was ihm zu dem Thema aus der Schule, aus Büchern, aus dem Urlaub etc. einfällt, z.B. Reiten, Stall, Rassen, Sattel, und kreist die Begriffe ebenfalls ein. Im nächsten Schritt schreibt es zu jedem dieser Stichworte wieder auf, was ihm einfällt, z.B. bei Reiten: Dressur, Longe, Voltigieren, Springreiten … – die Sammlung kann so lange fortgeführt werden, bis Ihrem Kind nichts mehr einfällt. Grundschülern macht diese Übung in der Regel viel Spaß und sie merken, wie viel sie schon zu einem Thema wissen. Ihr Kind gewinnt damit Sicherheit und das Lernen fällt nur noch halb so schwer.

Hilfsmittel zum Merken & Erinnern


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