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Auch wenn neue Unterrichtsformen und Lehrmethoden gelegentlich einen anderen Eindruck erwecken: Lernen in der Schule bedeutet weiterhin, Informationen im Kopf zu speichern und dort wieder zu finden. 

Richtiges Arbeiten mit der Lernkartei

 

 
Dabei hat sich seit Jahren die Lernkartei bewährt. Sie verfügt über eine bestimmte Anzahl von Fächern, in der Regel fünf. Die zu lernenden Wörter, Vokabeln, Formeln etc. wandern durch Abfragen von Fach zu Fach. Dabei gilt allerdings: Nicht alle Karteifächer an einem Tag abarbeiten – ein Hinweis, den Sie Eltern und Schülern geben sollten. Am besten werden die Schüler schon in der Schule angehalten, ihre Merkwörter, Vokabeln oder Formeln auf Karteikarten zu schreiben. Zu Hause können sie die neuen Inhalte dann als Hausaufgabe das erste Mal üben. Auch hier ist wichtig: Alles in Maßen gilt bei der Menge der Kärtchen, die gelernt werden – in den ersten Klassen vielleicht sechs bis acht, in den größeren Klassen maximal 20.

Anwenden, leicht gemacht

Nun reicht es nicht aus, nur Vokabeln oder Formeln zu beherrschen oder schwierige Wörter richtig zu schreiben. Sie müssen auch angewandt werden. Das heißt: Jedes gelernte Wissen muss in Beziehung zu anderem Lernstoff oder auch vorhandenem Wissen gesetzt werden. Das macht der Kopf manchmal automatisch – dann, wenn uns ein Thema besonders interessiert. Ansonsten müssen wir nachhelfen und Brücken im Kopf bauen. Manchen Schülern gelingt diese Kopfakrobatik problemlos, andere müssen die Zusammenhänge aufschreiben, in Schaubilder umsetzen o. Ä.
Eine Möglichkeit dazu bietet die so genannte Mindmap, das ist eine Art Landkarte für ein Wissensgebiet. Um einen neuen Lernstoff in Beziehung zu dem zu setzen, was ein Schüler schon weiß, empfiehlt sich eine solche Landkarte.

Die Mindmap als Hilfsmittel


Auf ein leeres Blatt wird in der Mitte das Thema geschrieben, das der Schüler gerade lernt, z.B. Pferde, und eingekreist. Im Abstand von ca. 10 cm schreibt der Schüler nun um das Wort herum, was ihm zu dem Thema aus der Schule, aus Büchern, aus dem Urlaub etc. einfällt, z.B. Reiten, Stall, Rassen, Sattel, und kreist die Begriffe ebenfalls ein. Im nächsten Schritt schreibt er zu jedem dieser Stichworte wieder auf, was ihm einfällt, z.B. bei Reiten: Dressur, Longe, Voltigieren, Springreiten … – die Sammlung kann so lange fortgeführt werden, bis dem Schüler nichts mehr einfällt. Grundschülern macht diese Übung in der Regel viel Spaß, und sie merken, wie viel sie schon zu einem Thema wissen. Sie gewinnen damit Sicherheit und das Lernen fällt nur noch halb so schwer. Ein solches Mindmap lässt sich ebenso gut an der Tafel oder auf einem DIN-A3 Blatt in der Gruppe erstellen.

Hilfsmittel zum Merken & Erinnern
- Lernkartei und Karteikarten
- Mindmap
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