Wilfried Ruoff

Druckerei, seit 1976 bei BRUNNEN

Das Gesamtpaket war für mich bei BRUNNEN immer optimal.

Es ist 1976, Björn Borg gewinnt Wimbledon, und Helmut Schmidt wird zum Kanzler wiedergewählt. Und bei uns hat Wilfried Ruoff mit seiner Ausbildung begonnen. Heutzutage gehört der Mann zu einer bedrohten Art: den jahrzehntelangen Mitarbeitern. Wilfried Ruoff ist seit 36 Jahren Drucker bei uns - es gibt also kaum jemanden, der besser davon erzählen könnte, wie wir uns in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Wir haben den Heilbronner gefragt, wie sich die Welt beim BRUNNEN und rund um den BRUNNEN herum verändert hat - und was es mit einem nassen Abenteuer auf sich hat, durch das jeder Drucker durch muss.

In den letzten 36 Jahren hat sich die Welt massiv verändert. Alles wird hektischer, viele Unternehmen und Mitarbeiter spüren keine Loyalität mehr zueinander. Spüren Sie das auch im Unternehmen?

Wenn das Gespräch im Freundeskreis oder bei Veranstaltungen auf den BRUNNEN kommt, sind immer „Familienunternehmen“, „Beständigkeit“ und „Tradition“ ganz typische Schlagworte. Es geht bei uns im Umgang mit den Mitarbeitern immer noch sozialer zu als in anderen Firmen im Zeitalter der Aktiengesellschaften. Eine gemeinsame Weihnachtsfeier, das alljährliche Betriebsfest, Aktionen mit ehemaligen Mitarbeitern im Rentenalter, jedes Jahr ein Osternest - das sind lieb gewordene Dinge für viele, die es anderswo nicht oder nicht mehr gibt.

Sicher hat sich aber doch Ihre Arbeit massiv gewandelt. Wie schaut heute ein typischer BRUNNEN Tag für Sie aus?

Verändert haben sich vor allem Technik und Arbeitszeit. Bei meinem Eintritt waren in der Druckerei rund 25 Personen beschäftigt, vor allem an Buchdruckmaschinen mit einem Druckwerk, die 2.000 bis 3.000 einseitige Druckbogen in der Stunde gedruckt haben. Die Arbeitszeit war von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Heute sind wir im Drucksaal nur noch 13 Personen und produzieren rund 60 Millionen Drucke pro Jahr, und zwar im Schichtbetrieb, teilweise auch mal sonntags.

 

Wir haben gehört, dass es unter den Druckern ein großes Zusammengehörig- keitsgefühl und einige besondere Rituale gibt. Klären Sie uns auf, was hat es mit dem "Gautschen" auf sich?

Das „Gautschen“ ist eine Tradition, die von der Druckerei immer noch erhalten wird. Dabei wird nach alter Gutenbergtradition der frisch ausgelernte Azubi der Wassertaufe unterzogen und in den Stand der „ehrbaren Schwarzkünstler“ aufgenommen - bei uns ist das ein Prozedere im Firmenhof, an dem immer viele ihre Freude an dem Getauften haben. Und: Das mit dem Zusammenhalt stimmt. Die Druckerei veranstaltet jedes Jahr ein internes „Druckergrillfest“, wo wir uns mit unseren Partnern privat und außerhalb der Firma treffen - und wir machen auch einiges an Sport zusammen, zum Beispiel beim Trollingermarathon und Firmenlauf in Heilbronn.

Gemeinsame Sammlung der Fußball-Panini-Bilder im Alltag.

Farbvorrat für rund 60 Millionen Drucke pro Jahr.

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